„Es kann nur eine Mutti geben“ – Der Geheimplan des Joachim Gauck

Joachim Gauck, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.Joachim Gauck, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

Joachim Gauck kandidiert nicht für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident. Die BILD wusste es als erste zu berichten. Die wahren Hintergründe für den Rückzug von Joachim Gauck kennen aber nur wenige. Nun ist es erstmals gelungen einen Blick ins Seelenleben von Joachim Gauck zu werfen und die wirklich wahre Strategie hinter der Schlagzeile offen zulegen.

„Mist“, hallt es vernuschelt sechs Uhr morgens irgendwo aus einem Gäste-Klo in Berlins Mitte. Die Haftcreme hat schon wieder ihren Dienst versagt. Nun liegt die untere Kauleiste in tausend Teile zersplittert vor ihm in der Keramik. Bundesprediger Joachim Gauck schaut sauer in sein Antlitz im Fliesenspiegel und müht sich die Einzelteile seiner Zahnprothese aufzusammeln. Joachim ist wütend. Und überhaupt: Warum kann er sich ohne Elke nie den Weg in das viel geräumigere Präsidentenbad merken? Wahrscheinlich ist er wieder zu früh abgebogen. Im Gäste-Klo ist kaum Platz, um sich um die eigene Achse zu drehen.

Elke ist an diesem Morgen schon wieder nicht gekommen. Sie ist seine Pflegekraft. Und zu ihren Aufgaben gehört es, die Haftcreme zu schmieren und beim Anziehen zu helfen. Elke aber findet, dass er, der Joachim, modrig und irgendwie nach alten Akten riecht. Elke war bei der Stasi und ist deshalb seit 1992 Pflegehelferin.  Umschulung! Elke hasst Joachim. Und Joachim weiß von all dem nichts. So wie er auch nichts von „Muttis“ und Altmaiers Plan wusste, den beide ihm am Vorabend bei schlechtem Rotwein und Tomatenfisch aus der Dose offenbarten.

Eigentlich hatte ihm der Anblick des Buffets schon den Rest gegeben. Aber an diesem Morgen ist ihm endgültig, mit 76 Jahren, das evangelische Hymen gerissen. „Rache“ steht auf seiner Stirn. Sein Gesicht läuft bei dem Gedanken blau an – so blau wie die FDJ-Bluse der Kanzlerin vor `89! Erst futterte ihm der dicke Altmaier den Dosenfisch vor der Nase weg und dann twittert der auch noch direkt an die BILD-Redaktion, dass er, der Joachim, Pate(r) aller Teutonen, es noch einmal machen solle. Aber nur noch für zwei Jahre. Danach soll vorzeitig Schluss sein.

Während Gauck im Schlafzimmer gleichfarbige Socken zusammensucht, spinnt er eine Vendetta. Er will es allen zeigen, beweisen, welch kluger Kopf hinter dem faltigen Büßergesicht steckt. LINKE, Grüne, Sozen, Union und vor allem ihr, der Merkel – ihnen allen will er so richtig in die Parade fahren. Bundestagswahl am Arsch! Er will am ganzen großen Rad drehen. Er hat einen Plan.

Schritt eins: Diekmann von der BILD anrufen. Dieser Hippster-Taliban tut doch alles für eine exklusive Schlagzeile, denkt Gauck. Die wird der Bundespräsident auf Zeit dem Lackaffen nahe der Rudi-Dutschke-Straße frei Haus liefern. Und ihn benutzen, einmal die Verhältnisse umkehren. „Ich bin doch nicht so ein Vorort-Wulf im Klinkersteinhaus“ sinniert er und tickert bei Haferflocken am Frühstückstisch sofort durch, 2017 nicht wieder für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren zu wollen. Überhaupt, was hat ihm das Präsidentenamt gebracht? Ein viel zu kleines Gäste-Klo, Elke und Termine wie den in zwei Wochen, wenn er zu den Muslimen zum Fastenbrechen muss. Das hat ihm sein Vorgänger, dieser doch nicht korrupte Niedersachse eingebrockt.

Wenn die Schlagzeile einmal in der Welt ist, überlegt Gauck, dann würde alles so kommen, wie er es sich ausgemalt hat. Die Große Koalition wird sich zerlegen, die ungewaschenen und aktenkundigen LINKEN werden sich wieder einmal Hoffnungen machen, die Sozen aufgeschreckt durcheinander Personalien jonglieren und die Grünen sich in ihrer Mitte, die sie so gerne selbst ausfüllen wollen, spalten. Und am Ende, ganz am Ende wird er es sein, der den Spieß umgedreht hat und die Angie zwingt, zwei Jahre nach ihrer Wiederwahl im September 2017 zurückzutreten. Denn: Es kann nur eine Mutti geben. Ein Geniestreich!

Schritt zwei: Der Debatte seinen Lauf lassen und keine weiteren Kommentare dazu verlieren. Selbst der Napoleon von der Saar wird in wenigen Tagen auf Gaucks Finte hereingefallen sein und für einen Mitte-Links-Kandidaten werben. Die Sozen werden, wie nicht anders zu erwarten, aufgeschreckt durcheinander quasseln. Die Seeheimer werden im Trüben fischen und mit Sicherheit die Schröder-Kopie Steinmeier ins Spiel bringen, während die Parlamentarischen Linken – selbst dem Bundespräsidenten bislang vollkommen unbekannt – einen rot-rot-grünen Bündniskandidaten einfordern. Die bayrische CSU des unehelichen Strauß-Enkels Seehofer wird die Schnauze halten – eine Wohltat – und stattdessen auf den endgültigen Bruch der Großen Koalition warten. Das spart Anwaltskosten vor dem Verfassungsgericht, rechnet sich Gauck  aus. Die Grünen – kalt von des Joachims perfiden Plan erwischt – werden derweil wie Barfuß auf dem Eis herumschlittern. Der linke Flügel wird ein Signal vor der Bundestagswahl mit einem rot-rot-grünen Bundespräsidenten einfordern, während Kretschmann, das beste CDU-U-Boot, dass der Kommunistische Bund Westdeutschlands (KBW) je ausgebildet hat, seine Liebelei mit der Union auf Bundesebene zerbrechen sieht, bevor sie richtig begonnen hat. Fehlt nur noch der Ruf nach einer Frau im Präsidentenamt, dann wäre er, Joachim Gauck, endlich am Ziel seiner Träume.

Schritt drei: Selbst einigen von der Schmutzjournalie stecken, dass eine Frau im obersten Amt des Staates doch eine dolle Sache wäre. Und bloß nicht über die zu kleinen Bäder in Bellevue sprechen. Niemals! Gut, die Schwan mit den SPD-Grundwerten fällt wohl als Kandidatin aus. Die hat es schon mal probiert und ist heute weniger als jemals zuvor mehrheitsfähig. Aber irgendeine wird sich schon finden lassen. Dunja Hayali oder Mutter Beimer, vielleicht Lena Meyer-Landrut.

Das ist dem Joachim jetzt egal. Hauptsache es wird eine Frau und Merkel faltet im Staatsdienste nicht mehr als einzige die Raute. Väter kann man viele haben, es sind moderne Zeiten, aber man hat nur eine Mutter. Das gilt für Jaqueline aus Marzahn, wie für das gesamte Land. Deutschland – sein Deutschland. Ein Lächeln huscht über des Präsidenten Gesicht. Endlich, so träumt Gauck weiter, würden sie alle mitbekommen, dass die Angie weder kochen kann, noch eine Mutti ist. Und dann würden sie, die Altmaiers und Bosbachs, ihr den Dosenfisch wegfressen und ihr in einer Nacht nahelegen, in zwei Jahren den Stuhl zu räumen.

Vielleicht macht es ja sogar die Elke? Die ist in Ordnung, denkt sich der Joachim bevor er in seinen Dienstwagen steigt, um wieder irgendwo eine Fähre zu taufen.

 

 

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